Studien zur Physiotherapie

Studien zur Physiotherapie

Die Physiotherapie ist eine effektive Massnahme bei vielen Beschwerden und wie Studien zeigen, kann sie in einigen Fällen sogar einen operativen Eingriff ersparen.

 

Physiotherapie bei Schulterbeschwerden

 

In der Schweiz werden jährlich rund 10‘000 Operationen an der Schulter wegen eines Impingement-Syndroms durchgeführt. Eine schwedische Studie aus dem Jahr 2012 konnte belegen, dass durch spezielle, individuelle Physiotherapien wie der Manuellen Therapie das Risiko signifikant gemindert werden kann, einen operativen Eingriff an der Schulter durchführen zu müssen.

 

Physiotherapie bei Rückenschmerzen

 

Rückenschmerz ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen in der Schweiz. Jährlich verursachen Anamnesen, Behandlungen und Spitalaufenthalte Kosten im Wert von rund acht Millionen Franken. Während einige Probleme am Rücken tatsächlich nur operativ behoben werden können, stellen immer mehr Studien fest, dass auch die Physiotherapie bei vielerlei Rückenbeschwerden hilft. Zudem ist die Behandlung mit der Physiotherapie günstiger als eine Operation.

 

Physiotherapie bei Knieschmerzen

 

Auch Knieschmerzen sind ein ernstes Problem, nicht nur in der Schweiz. Eine Studie um den amerikanischen Spezialisten Dr. Kirkley zeigte, dass es bei den 178 Kniepatienten, die getestet wurden, keinen Unterschied ausmachte, ob sie mit einer Physiotherapie oder einem operativen Eingriff behandelt wurden. Die veröffentlichte Studie in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ aus dem Jahr 2008 zeigte ebenso, dass auch nach zwei Jahren die Resultate gleichblieben.

 

Osteopathie liegt im Trend – Wer bezahlt?

Osteopathie liegt im Trend – Wer bezahlt?

Behandlungen bei einem Osteopathen werden immer beliebter. Was ist Osteopathie genau und wer übernimmt die Kosten der Behandlung? Ist es die Grundversicherung oder allenfalls eine bestehende Zusatzversicherung? Monsieur Santé gibt Antwort.

«Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Medizin, die der Prävention und Heilung insbesondere durch manuelle Techniken dient. Dabei basiert die Osteopathie auf dem Grundsatz, dass der Körper eine Einheit bildet und Gesundheit mit dem Gleichgewicht aller Körperstrukturen einhergeht. Im Unterschied zu anderen Fachleuten sind Osteopathinnen und Osteopathen fähig, nicht nur Mobilitätseinschränkungen des Bewegungsapparats zu behandeln, sondern auch solche in anderen Körpersystemen. Die Indikationen für eine osteopathische Behandlung sind somit sehr zahlreich. Eine osteopathische Behandlung ist in vielen Fällen und für alle Altersgruppen geeignet, von Neugeborenen bis Senioren. Die Osteopathie kann auch vorbeugend angewandt werden» (Quelle: SVO Schweizerischer Verband der Osteopathen).

Osteopathie ist nicht kassenpflichtig
Monsieur Santé hat bereits in einem früheren Beitrag auf die Osteopathie hingewiesen. Bei dieser Therapiemethode handelt es sich um eine nichtkassenpflichte komplementärmedizinische bzw. alternative Therapiemassnahme. Die Kosten der Behandlungen werden daher nicht von der Grundversicherung, sondern im Rahmen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) einer allfällig bestehenden Zusatzversicherung erstattet. In der Regel werden 70% bis 90% der Kosten vergütet.

Tipp: Vor Leistungsbeginn immer die Leistungen mit dem zuständigen Krankenversicherer persönlich abklären!

Wo finde ich in meiner Region einen Osteopathen, eine Osteopathin?
Der Beruf des Osteopathen bzw. der Osteopathin ist in der Schweiz inzwischen als unabhängiger Heilberuf anerkannt. Für die Ausübung der Osteopathie benötigen die Therapeuten eine kantonale Berufsausübungsbewilligung. Diese wird allerdings nur dann erteilt, wenn das interkantonale Diplom der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) vorliegt. Sobald die Bewilligung vorliegt, kann der Osteopath direkt und ohne vorherige ärztliche Konsultation aufgesucht werden. Besondere Versicherungsmodelle mit eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer spielen in diesem Bereich keine Rolle, da es sich vorliegend nicht um Leistungen der Grundversicherung handelt.

Sowohl die Schweizerische Stiftung für Komplementärmedizin ASCA (Rubrik «Therapeuten»), als auch das ErfahrungsMedizinischen Register EMR (Rubrik «EMR Public») führen sowohl eine Methodenliste, als auch eine Liste der von den Krankenversicherern anerkannten Therapeuten.